Der Structure Sensor – Installation mit Hindernissen

Endlich ist er da! Nachdem das sehr erfolgreiche Kickstarter Projekt von Occipital im November 2013 auslief haben wir fast tagtäglich nach neuen Infos oder Details zum Structure Sensor Ausschau gehalten.

Der Liefertermin für unser sogenanntes Structure Sensor Hacker Kit (Structure Sensor inkl. dem USB-Hacker Kabel) wurde zum Anfang noch mit Februar/März angegeben, sollte sich dann aber noch bis mindestens Juni verspäten.
Aufgrund der Tatsache das der Structure Sensor ein eigenes, kleines Kapitel in meinem kommenden Buch „3D-Druck für Einsteiger“ (Lieferbar ab dem 29.09.14 im Galileo Computing Verlag) haben wird, bekamen wir diesen ersten mobilen 3D-Scanner zum Glück noch rechtzeitig geliefert. Ein großes Dankeschön gilt hier Adam Rodnitzky von Occipital, der sich hierfür richtig eingesetzt hat.

Structure Sensor Inhalt

Der Verpackungsinhalt ist mit dem Sensor an sich, einem Lightning Kabel zur Verbindung, dem US-Netzstecker (Deutschland Adapter lag bei) und einem kleinen Occipital Schraubendreher doch recht überschaubar und aufgeräumt.

Die provisorisch ausgedruckte iPad-Halterung und das UBS-Hacker Kabel wurden extra verpackt. Hierzu muss noch gesagt werden das die iPad-Halterung wirklich nur provisorisch ist und nachgeliefert wird.

Wir hatten uns ja schon die offizielle Occipital App für das iPad und dem iPhone über den normalen iTunes AppStore runtergeladen und wollten mit dieser App dann auch gleich loslegen. Also den Structure Sensor mit dem iPad Air und der Halterung verbunden, die App gestartet und man sah tatsächlich ein Bild!
Allerdings kann man mit dieser App im Prinzip nichts anfangen, geschweige denn überhaupt einen 3D-Scan! Tja, die App ist aber die einzige App von Occipital im gesamten AppStore (iPad/iPhone) die für den 3D-Scanner verfügbar ist. Wie bekommt man also den Scanner so zum laufen, das man mit ihm auch scannen kann??

Durch einen kleinen Hinweis im beigelegten Din-A4 Blatt, ruft man (jedenfalls für die Beta-Tester) einen speziellen Link auf, der weitere Schritte erklärt. So kann man sich unter anderem aus dem Structure.io Forum das SDK herunterladen, wo dann auch die passende App zum 3D-Scannen enthalten ist. Das schwierige ist nur, man kommt in dieses Forum nicht rein! Es gibt keine Registrierungen oder sonstige Anmeldungen. Wir haben das halbe Internet auf den Kopf gestellt um an das Structure SDK ranzukommen, jedoch ohne Erfolg.

Nach einem kurzen Email Kontakt mit Adam von Occipital erfuhren wir dann das es einer Einladung in das Forum bedarf, die wir dann auch recht schnell bekommen hatten! Somit hatten wir Zugang zu den heiligen Occipital Foren und konnten das SDK runterladen.
Viele von euch wissen vielleicht das man eine eigene App nicht einfach so auf ein iOS Gerät kopieren oder installieren kann. Hier braucht man zwingend Apples Xcode um die selbstgeschriebenen Apps auszuprobieren. In dem Fall ist die App natürlich nicht selbstgeschrieben, aber es handelt sich halt um eine Beta-App von Occipital die nicht im AppStore zur Verfügung steht.

Foto

Das aktuelle Xcode 5 von Apple ist zum Glück kostenfrei und mit dessen Hilfe lässt sich nun das SDK von Occipital laden, inklusive der Scanning App.
Natürlich war das aber noch nicht alles, was den Beta-Tester erwartet! Es ist ohne einen Apple Developer Zugang nicht möglich die Beta-App aus dem SDK auf das eigene iPhone oder iPad zu installieren.
Hierzu lässt man dann noch einmal ca. 79,-€ für den Entwickler-Zugang an Apple springen, um dann wirklich kompletten Zugriff zu haben. Vorteil ist: Mit der ersten Beta von iOS 8, das sicherlich Anfang Juni im Zuge der WWDC Konferenz erscheinen wird, kann diese Beta auch auf das iOS Gerät installiert werden.

Nachdem endlich alles ordnungsgemäß installiert wurde, konnte der erste 3D-Scan mit dem langersehnten Structure Sensor also starten! Und erfreulicherweise klappte dies gleich zu Anfang an richtig gut. Wir hatten fast gar keine Probleme mit verlorener Geometrie und hatten eine ausgesprochen hohe Framerate beim Scannen. Das lag sicherlich auch an der guten Leistung des iPad Air.
Unsere Schaufensterpuppe (bislang immer noch ohne Namen!) wurde wieder mal als Testobjekt verwendet:

3D Scan - Structure Sensor

Das Ergebnis ist für den Anfang doch gar nicht mal so schlecht. Aufgrund der Beta-Software ist es leider noch nicht möglich die Textur zu erfassen. Das erstellte Mesh kann dann im OBJ Format als Email versendet und mit weiteren Programmen bearbeitet werden.

Die genaue Verwendung des Structure Sensors und weitere 3D-Scans gibt es hier demnächst im Blog zu sehen.

iGo3D

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.