Der neue Replicator von MakerBot

Im Zuge der diesjährigen CES in den USA hat MakerBot eine mittlerweile 5. Version ihres 3D Druckers Replicator vorgestellt. Neben der verbesserten Version vom Replicator gab es allerdings noch weitere Neuigkeiten im Soft- und auch im Hardwarebereich.

Neben dem Replicator gibt es (ab Frühjahr 2014) noch den Replicator Mini und den größeren Replicator Z18.
Wie der Name vom Mini schon erahnen lässt, ist dieser 3D Drucker für kleinere Objekte gedacht. Weitere Details dieses Druckers stehen leider noch aus, auch auf der Homepage von MakerBot gibt es noch keine weiteren Features außer dem Preis zu lesen. Mit $1.375 (umgerechnet ca. 1010,-EUR) liegt der Drucker im unteren Preissegment und kommt wie alle MakerBots fertig zusammengebaut nach Hause. Allerdings dürfte für den ambitionierten Anwender der Druckbereich ein wenig zu klein sein.
Der Replicator Z18 ist hingegen ein staatlicher Drucker der fast doppelt so groß wie der Mini ist und besonders hohe Objekte ausdrucken kann. Die Druckfläche sieht in der Breite allerdings nicht sonderlich größer aus als der normale Replicator.
Auch hier haben wir leider noch keine genauen Infos außer den Preis. Der Z18 wird $6.499 kosten, immerhin noch umgerechnet circa 4776,-EUR. Bei dem Preis dürften insbesondere Gewerbliche Kunden ins Auge gefasst werden.

Die einzig interessanten Details zu einem der neuen Drucker gibt es für den Replicator. Hier hat MakerBot einige interessante Features spendiert.

So hat der neue Replicator einen um 11% vergrößerten Bauraum (25.2cm x 19.9cm x 15cm) und soll schnellere Druckzeiten haben.
Er ist zudem fertig ausgerüstet für App,Cloud,Ethernet und ist WLAN fähig. Ob diese Eigenschaft nun heißt ob der Drucker standardmäßig mit WLAN kommuniziert oder ob hier noch extra aufgerüstet werden muss, ist leider nicht ersichtlich.

Das Display wurde auch etwas vergrößert (ca. 9cm) und gibt jetzt sehr komfortabel die jeweiligen Infos und Menüpunkte farblich wieder. Über den Bildschirm wird das Menü gesteuert, es kann auf die eigenen Produktbibliothek zugegriffen werden und sogar Previews von den 3D Modellen.

Eine Weiterentwicklung gab es auch bei dem Smart Extruder der nun einfacher ausgetauscht und gewechselt werden kann. Hinzu kommt eine automatische Erkennung bei fehlendem Filament und eine automatische Druckpausierung.
Laut der Homepage soll der Replicator auch in der Lage sein Benachrichtigungen zu verschicken, entweder an MakerBot Desktop oder MakerBot Mobile App. Klingt interessant.

Als nettes Web2.0 Feature spendiert MakerBot ihrem 3D Drucker noch eine integrierte Webcam, die den Druckvorgang überwacht/aufzeichnet. Ansteuerung über MakerBot Desktop und MakerBot Mobile App ist natürlich selbstverständlich, genauso wie das teilen über diverse Social Media Netzwerke wie Facebook, etc.

Das waren erstmal die grundlegenden Merkmale des neuen MakerBot Replicator, der außer vielleicht die integrierte Webcam keine außerordentlichen Überraschungen bereithält sondern eine plausible Weiterentwicklung des Vorgängers ist. Es ist halt alles etwas schicker, komfortabler aufgrund des großen Farbdisplays und die Produktbibliotheken werden auch etwas mehr in den Vordergrund gerückt.

Was noch wichtig ist: Der Replicator ist ab sofort für $2.899 (umgerechnet 2.130,-EUR) erhältlich, allerdings wird er hier in Deutschland für 2.699,-EUR vertrieben. Und dieser Preis ist auch noch der netto Preis. Endverbraucher müssen also 3.211,-EUR zahlen und zusätzlich noch 45,-EUR Versandkosten, so das man komplett bei ca. 3.265,-EUR liegt.

Ob diese Preise für den Heimanwender interessant sind muss jeder selber wissen. Wir finden diese Preisgestaltung viel zu hoch angesetzt. Und wenn man schon ein Produkt für knapp 3.200,-EUR kauft, sollte doch mindestens der Versand kostenfrei sein!

iGo3D

3 Comments

  1. Schöner Artikel, alles zusammengefasst. Die Preise sind ja wirklich der Knaller, aber vermutlich geht das Konzept auf – Spezialiserung auf gewerbliche Nutzer. Denen ist es „egal“ was es kostet, Hauptsache das Beste.
    BTW, ich glaube der Z18 ist nicht staatlich sondern stattlich. Sonst wäre ich wirklich verwundert :-)
    Gruß Robin

    • admin

      Danke für den Hinweis! Ja, die leidige automatische Rechtschreibprüfung 😉

      Nach außen hin verkörpern sie allerdings mehr den Eindruck das sie auf den Privatanwender zielen, was im Gegensatz zu den wirklich ordentlichen Preisen steht.

      • Ja, da hast du natürlich Recht. Vielleicht sind sie sich auch noch nicht ganz einig über ihre Strategie, denn ich frage mich wirklich welcher Privatanwender soviel Geld liegen lässt…

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