3D Drucker Wiki

Eine ständig aktualisierte Wissensdatenbank zum Thema 3D Druck

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- 3D Druck
3D Drucker – Die Zukunft ist da! Bereits in den späten 60´er Jahren gab es eine bahnbrechende Vision in der damals noch recht unbekannten TV Serie „Enterprise“, vielen besser bekannt als Raumschiff Enterprise oder Star Trek. Die Besatzung jenes Raumschiffes hatten ein unglaubliches Gerät, den Replikator. Der Replikator konnte beliebe Gegenstände auf Knopfdruck herstellen. Sogar eine heisse Suppe konnte mit diesem frühen „3D Drucker“ hergestellt werden.

Mittlerweile ist ein halbes Jahrhundert vergangen und die damaligen Visionen wurden schon längst Realität. Wir können dank immer kleineren Handys auf Knopfdruck kommunizieren und auch endlich fast beliebige Produkte von einem 3D Drucker herstellen lassen. Dabei ist diese 3D Druck Technik nicht mal neu, viele große Firmen arbeiten seit Jahren mit diesem Verfahren. So wurden unter anderem sogar ganze Flugzeugteile eines F16 Kampfflugzeugs hergestellt und auch verwendet.

Der große Durchbruch liegt aber sehr wohl in der Massentauglichkeit dieser Geräte. So gibt es günstige 3D Drucker schon für ca. 400,- Euro, die sich fast jeder Haushalt leisten kann. Empfehlenswerte Geräte, die schon fertig konstruiert sind und eine passable Druckleistung bringen, sind schon ab ca. 1800,- Euro zu haben.

Wie arbeitet aber eigentlich ein 3D Drucker? Der 3D Drucker arbeitet nach dem additiven Prinzip, das heißt die Maschine produziert den gewünschten Artikel schichtweise von unten nach oben. Das verwendete Material, in den meisten Fällen eine Schnur aus ABS oder PLA Kunststoff, wird durch den sogenannten Extruder geführt, der den Kunststoff so stark erhitzt das er flüssig wird. Der Extruder übernimmt hierbei quasi die Funktion der Druckdüse.

Dieser flüssige Kunststoff wird nun dank der gespeicherten 3D Daten im Drucker, Schicht für Schicht aufgetragen bis das Objekt vollständig ist.

Hierzu ein YouTube Video, was den Druckvorgang sehr gut darstellt:

Wie man sieht steht zum Anfang die Idee, die anhand einer 3D CAD Software (zum Beispiel Google´s Sketchup) auf dem Rechner als 3D Objekt erstellt wird. Natürlich bedarf es einer solchen Erstellung eine gewisse Einarbeitung in das 3D Programm, aber grad Sketchup ist da sehr bedienungsfreundlich.
Ist das Objekt fertig erstellt, wird es von der Software in ein bestimmtes Format gespeichert, welches dann der 3D Drucker auslesen kann. Diese Datei wird dann meist per Speicherkarte in den 3D Drucker gelesen und ausgedruckt.
Es gibt allerdings auch schon Webseiten, wo man seine erstellen 3D CAD Kunstwerke der Öffentlichkeit präsentieren kann. Die bekannteste dürfte wohl www.thingiverse.com sein. Hier gibt es tausende Objekte zum freien Download und dann auch für den heimischen 3D Drucker. Angefangen von einem Atom Modul aus Kunststoff bis hin zum 3D Drucker der sich selbst erstellen kann.

Ja, richtig. Mittlerweile können sich 3D Drucker auch selbst herstellen und so vervielfältigen. Klingt völlig irre…..und ist es auch. Der Kreativität der Objekte sind fast keine Grenzen gesetzt. Selbst eine funktionsfähige Waffe wurde schon gedruckt. Diese hielt zwar nicht lange, da sie nur als Plastik war, aber bei dem Beispiel sieht man das ungeheuere Potential was hier gegeben ist.

Der Druck von Objekten hört sich demnach einfach an und ist es eigentlich auch. Natürlich gibt es hier aber noch zig Probleme die auftreten können, da ein Druckfehler im schlimmsten Fall das ganze Objekt kaputtmacht. Also ganz so einfach wie ein erstelltes Bild aus einem Laserdrucker zu drucken ist es nicht.

Die Industrie arbeitet mit Hochdruck an Geräten, die dem geplagten User das Leben so einfach wie möglich machen sollen. So gab es vor ein paar Jahren eigentlich nur ein paar Selbstbausätze von Druckern, die mit Spanplatten zusammengehalten wurden. Mittlerweile ist auch das Design der Drucker viel besser geworden und viele Firmen liefern den Drucker quasi ready2go aus.

- 3D Scanner
Einen weiteren wichtigen Part übernehmen die 3D Scanner.
Mittels 3D Scan können einfache und auch komplexere Objekte eingescannt und vom Rechner in eine druckfähige Datei für den 3D Drucker ausgegeben werden.
Gab es vor einiger Zeit noch häufig Probleme mit fehlenden Linien oder Dreiecken, die vom Drucker dann fehlerhaft gedruckt wurden, arbeiten die heutigen Scanner wesentlich effektiver und genauer.

Man unterscheidet hier zwischen mobilen Handscannern, mit denen man das Objekt per Hand einscannen muss und den festen Scannern, die das jeweilige Objekt automatisch einscannen.
Die Tischgeräte haben den Nachteil das das Objekt eine gewisse Größe nicht überschreiten darf, da es sonst nicht erfasst werden kann. Dafür arbeiten sie genauer als von Hand gesteuerte Scanner.
Die 3D Scanner erfahren zur Zeit einen Boom, der auf die Verbreitung der 3D Drucker zurückzuführen ist und werden zur Zeit von vielen Herstellen weiterentwickelt. Der Digitizer von MakerBot ist hier ein gutes Beispiel.

A:
- ABS Filament
Neben dem PLA Kunststoff ist das ABS (Acrylnitril-Butadien-Styrol) Filament ein sehr gebräuchlicher Kunststoff, der von immer mehr 3D Druckern verwendet wird.

Der große Unterschied gegenüber dem PLA ist sicherlich die Festigkeit vom ABS Kunststoff.

Während PLA wie beschrieben bei ca. 60°Grad weich wird, hält hier ABS noch bombenfest. Das chemisch hergestellte und nicht biologisch abbaubare ABS hat hingegen eine sehr hohe Oberflächenhärte, was oft für Kunststoffe für Autos und Spielzeuge verwendet wird.

Andererseits braucht man beim ABS Kunststoff eine beheizbares <strong>Druckbett</strong>, ohne haftet der Kunststoff nicht. Auch kann es leicht zu sogenannten Verspannungen beim Druck kommen, wodurch der gesamte Druck gefährdet ist.

Preislich gibt es gegenüber dem PLA keine nennenswerten Unterschiede. Auch hier gibt es 1kg Spindeln schon für ca. 33,- Euro.

- Additives Verfahren:
Beim 3D Druck spricht man auch vom additiven Verfahren. Die Objekte werden durch schichtweises Auftragen eines bestimmten Materials (Flüssigkeiten, Pulver) aufgebaut. Das Gegenteil vom additiven Verfahren ist das subtraktive. 
- Anwendungen
Die Anwendungsgebiete beim 3D Druck sind breit gefächert. So werden schon seit Jahren ganze Ersatzteile für die KFZ und auch Luftfahrtindustrie mittels 3D Drucker erstellt. Auch im Medizinbereich nimmt der 3D Drucker immer wichtigere Funktionen ein, so ist es Forschern schon seit längerem gelungen eine funktionierende Knie oder Handprothese auszudrucken.
Natürlich spielt auch der gesamte Spielzeug und Modellbauindustrie eine gewichtige Rolle. Viele Bauteile und vor allem Ersatzteile lassen sich mit einem 3D Drucker relativ günstig und einfach herstellen.
- Aceton
Eigentlich jedes ausgedruckte ABS Objekt aus einem 3D Drucker ist auf der Oberfläche noch recht rauh und stumpf. Dabei ist die Lösung für dieses Problem recht einfach und preiswert zu bewerkstelligen.

Man verwendet einfach den chemischen Stoff Aceton. Aceton “verwandelt” die rauhe und stumpfe Oberfläche zu einer glänzenden und polierten Oberfläche. Die Lösung klingt so simpel das es schon fast unglaubwürdig erscheint, aber die Resultate sprechen für sich.
Es gibt verschiedene Wege um sein Objekt aus dem 3D Drucker mit Aceton zu behandeln. Die einen legen das Objekt komplett für 3 Sek. in Aceton und lassen es danach an der frischen Luft einfach arbeiten.

Eine andere Methode ist mehr für kleinere Objekte gedacht. Hier wird das Objekt an einem dünnen Draht in ein leeres Glas gehängt, wo sich ein wenig Aceton befindet. Das Glas wird nun auf 56° C erwärmt und das Aceton fängt an zu kochen. Nach circa einer Minute wirkt das Aceton auf dem Objekt und gibt der Oberfläche diesen einmaligen Glanz.

Jedoch sollte beachtet werden das diese Methode nur für Objekte geeignet ist, die mit einem ABS Filmend gedruckt wurden. PLA reagiert nicht auf Aceton. Hierfür kann Tetrahydrofuran verwendet werden, was jedoch nicht unbedingt das gleiche gute Ergebnis erzielt.

B:

- Builder 3D Drucker

Der Builder 3D Printer ist ein Fertiggerät, das komplett zusammengesetzt von dem holländischen Unternehmen Code-p west BV geliefert und vor der Auslieferung getestet wird. Vor der ersten Benutzung muss lediglich das Druckbett befestigt werden.

Das maximale Druckvolumen beträgt 22 x 22 x 17,5 und das Gehäuse ist aus Metall gefertigt.
Er arbeitet mit einer Auflösung von 0,15 mm und PLA Filament der Stärke 1,75 mm, was mittels Spule eingelegt wird.
Das Gewicht des Builder 3D Printers beträgt 5 Kg und hat eine geschlossene Bauweise. Er ist einfach zu bedienen und durch die hohe Leistung und der Open Source-Software lassen sich High-End-3D-Modelle perfekt nachbilden.

- Bioprinting
Zur Zeit ist das Bioprinting, also das drucken von Hautzellen oder ganzen Organen noch eine eher mutige Zukunftsprognose.
Es arbeiten zwar schon Wissenschaftler an der Herstellung von 30 unterschiedlichen Gewebetypen, aber bis hier ein massentaugliches Ergebnis erzielt werden kann, dürfte es noch einige viele Jahre dauern.
Auch an der Erstellung ganzer Körperteile wie zum Beispiel ein Ohr oder ein Teil der Nase wird schon eifrig gearbeitet. Aber auch hier ist das eher eine Zukunftsvision, als das man mit einem selbstgedruckten Ersatz-Ohr in den nächsten Jahren rechnen könnte.

C:

- Cura
Cura ist eine Software die den erforderlichen G-Code für 3D Drucker herstellt, die das Objekt überhaupt erst druckfähig macht.
In der Software wird die STL Datei geladen und komfortabel auf das dargestellte Druckbett positioniert. Es lassen sich unzählig viele Optionen einstellen, wie zum Beispiel die Druckgeschwindigkeit, die jeweiligen Stärken vom Rand und der Füllung.
Cura wird zum Beispiel von Ultimaker für ihre Drucker als Standardprogramm genutzt.

- CAD
Eine CAD Software wird für die Konstruktion eines Objekts auf einem Rechner gebraucht. CAD steht für „Computer-Aided Design“.
Seit geraumer Zeit beherrschen auch die CAD Programme die Erstellung von Objekten in 3D und sind so ein wichtiger Part in der 3D Druckbranche. Ohne eines CAD Programm ist es schier unmöglich ein gut konstruiertes 3D Objekt für die Druckausgabe zu entwerfen.
Aber Vorsicht, die meisten CAD Programme sind nicht grad einfach zu bedienen und bedürfen eine teilweise lange Einarbeitungszeit. 

D:

- Do it yourself (DIY) Systeme
3D Drucker finden immer mehr Begeisterung. Einen großen Teil tragen hierzu sicherlich die Komplettsysteme der 3D Drucker bei.
Anders wie ein Bausatz, wozu man schon gewisse Fähigkeiten besitzen muss um den Drucker ordnungsgemäßt zusammenzusetzen, bekommt man mittlerweile fast alle 3D Drucker auch ready 2 go. Also auspacken, einschalten, kalibrieren und drucken – jetzt mal übertrieben ausgedrückt.

Ein Komplettsystem bekommt man schon ab ca. 600,-€, wobei man in dieser Preisklasse allerdings keine Druckwunder erwarten kann. Für filigrane Fertigungsstücke muss man schon ein wenig mehr investieren.
Die Hersteller lassen sich den fertig zusammengestellten Drucker auch zusätzlich noch einiges kosten. So ist es keine Seltenheit das man einen Bausatz auch als Komplettsystem bekommt, wenn man einen gewissen Mehrbetrag zahlt. Dieser kann von ca. 300,-€ bis hin zu 600,-€ schwanken. Je nach Drucksystem.

Für handwerklich und technisch nicht so versierte User, ist die Alternative Komplettsystem also eine gute Wahl. Geübte Techniker, die auch vor einem Lötkolben nicht zurückschrecken können allerdings ein paar Euro sparen und in einen Bausatz investieren.

- Deltatower
Direkt aus der Schweiz kommt der aus Aluminium gefertigte DeltaTower und bietet mit seiner unglaublichen Höhe von 58 cm eine Vielzahl ungeahnter Möglichkeiten um Kreationen von 35 cm Breite bis 58 cm Höhe anzufertigen.
Der Druckkopf kann über drei hochwertige Führungen bis zu 0,05 mm genau platziert werden. Als zusätzlichen Pluspunkt kann noch verbucht werden, dass der DeltaTower neben ABS und PLA auch Nylon verarbeiten kann. Er kann Filament in der Stärke von 1,75 mm oder wahlweise 3 mm verarbeiten.

Das Druckwerk kann während des Druckvorgangs von allen Seiten beobachtet werden. Den DeltaTower bekommt man wahlweise als Bausatz oder fix und fertiges Gerät bekommen.

E:

- Extruder
Der Extruder ist quasi das Kernstück des 3D Druckers. Mit dem Extruder wird das Filament über die beheizte Düse auf das Druckbett aufgetragen und lässt so das 3D Objekt wachsen. Im Normalfall besitzt ein 3D Drucker nur einen Extruder, mittlerweile kann man allerdings bei einigen Druckern mit 2 Extrudern arbeiten.

Der Vorteil hierbei: Es kann mit 2 verschiedenen Materialien und/oder 2 verschiedenen Farben gearbeitet werden. So entstehen wieder eine Vielzahl neuer Möglichkeiten.

F:

- Filament
Das Filament ist das Material aus dem die 3D Objekte gedruckt werden. Es gibt einige unterschiedliche Materialien, die für die verschiedensten Zwecke benutzt werden sollte.
Die gebräuchlichsten Filamente bestehen aus ABS und PLA. ABS ist ein chemischer Kunststoff, der eine sehr hohe Festigkeit aufweist aber auch nicht leicht zu verarbeiten ist. ABS sollte man immer auf einem beheizbaren Druckbett ausdrucken. Wir finden ABS Kunststoffe zum Beispiel in der KFZ Industrie wieder, genauer gesagt im Innenraum vom Auto.

PLA ist hingegen ein unter Umständen biologisch abbaubares Material, was etwas weicher ist und eigentlich von allen 3D Druckern verwendet wird. Man sollte hier beachten das PLA unter etwas höheren Temperaturen wieder weicher wird und die Form verlieren kann.

Filamente gibt es in den unterschiedlichsten Farben und Stärken.

- Fabbster
Der Fabbster ist ein 3D Drucker für den Privatgebrauch, der mit einem speziellen System arbeitet um das Filament zum Extruder zu befördern.
Das Filament kommt nicht wie gewohnt von einer Rolle, sondern wird in einzelnen Stäben über ein Transportsystem zum Extruder gebracht. Die Stäbe haben jeweils 2 verschiedene Enden, die sich ineinanderhaken und so transportiert werden.
Durch die Mischung unterschiedlicher Farben können so auch mehrfarbige Objekte erstellt werden. Der Drucker verarbeitet ABS und PLA Filamente und besitzt ein beheizbares Druckbett.
- Fablabs

Fabrikationslabor oder offene High-Tech-Werktstätten, kurz FabLabs genannt, gehören zu einer schnell wachsenden Bewegung um moderne Technik unkompliziert nutzen zu können.
Hierbei können Privatpersonen industrielle Produktionsverfahren dazu benutzen um Einzelstücke oder nicht mehr verfügbare Ersatzteile mit professionellen Maschinen herzustellen.

Seit 2002, dem Start des 1. FabLabs am Institute of Technology in Massachusetts, können Privatpersonen mit 3D-Druckern, Laser-Cutter, CNC-Maschinen ihre individuellen Werkstücke anfertigen ohne ein eigenes Gerät besitzen zu müssen. So ist auch in sozial schwachen Gebieten unabhängig von Alter, Wohlstand oder Region den Zugang moderner Produktionstechnologien möglich. Kinder und Jugendliche können sich durch das technische Know-how auch außerhalb der Schule weiterbilden.
Alle FabLabs werden nach den Richtlinien der Fab Charter geführt, die für verschiedene Bereiche Leitlinien bereithält. Dort ist geregelt wie der Umgang mit Maschinen, das geistige Eigentumsrecht, die offene Wissensvermittlung und Verantwortung für eigene Handlungen gegenüber den Mitmenschen gehandhabt werden sollte.

Das Prinzip der FabLabs ist in der Zukunft nicht mehr wegzudenken und es wird in einigen Jahrzehnten bestimmt auch möglich sein die High-Tech-Produktionstechnologien sogar von zu Hause aus bedienen zu können.

G:

- Glätten
Das Glätten oder veredeln der Oberflächen kann mit Hilfe diverser Werkzeuge vorgenommen werden. Von der herkömmlichen Feile bis hin zum chemischen Prozess mit Hilfe von Aceton stehen dem Anwender viele Möglichkeiten offen. Das veredeln mit Hilfe von Aceton wird unter dem Punkt A: Aceton näher beschrieben.

H:

- Hot End
Hot End bezeichnet das Bauteil eines Extruders, das das Filament zum schmelzen bringt und so das drucken ermöglicht. Das Hot End ist quasi die Spitze vom Extruder.
- Heizbett
Oder auch als Heatbed bezeichnet, ist für ein beheizbares Druckbett notwendig und bedarf einen extra Controller mit Stromanschluss. Das Heizbett ist speziell für den Druck mit ABS Filamenten wichtig um eine erhöhte Stabilität zu erreichen.

I:

- iGo3D
iGo3D ist der erste Onlineshop im 3D Druckbereich für Heimanwender. Mittlerweile wurde Deutschlands erstes Ladengeschäft für 3D Drucker und Zubehör in Oldenburg geöffnet. iGo3D vertreibt verschiedene 3D Drucker, unter anderem exklusiv den beliebten Ultimaker und Ultimaker 2.
- iRapid
Der erste deutsche Hersteller von 3D Druckern. Mit dem iRapid V2 und dem aktuellen iRapid Black wird stark auf den Heimanwenderbereich gezielt und sind 3D Drucker in Fertigbauweise.

K:

- Kosten
Sehr preiswerte 3D Drucker aus China sind bereits für ca. 300,-Euro zu bekommen. Im mittleren Preissegment bekommt man zum Beispiel den iRapid Black für ca. 990,-Euro, wobei auch hier natürlich noch Abstriche in verschiedenen Bereichen gemacht werden müssen.
Die Premiumklasse im 3D Druckbereich für den Heimgebrauch liegt bei ca. 2000,-Euro. Für das Geld ist zum Beispiel der Ultimaker zu haben, der in allen Bereichen voll und ganz überzeugen kann.

L:

- Lebensmittel
Zwar ähnlich wie die Organ- oder Zellherstellung noch Fiktion, aber in etwas greifbarer Nähe ist der Druck von Lebensmitteln. Wissenschaftler arbeiten zur Zeit an speziellen Druckern die aus unterschiedlichen Lebensmittelpulvern ein vollwertiges Gericht „drucken“ können.
Unter anderem erforscht die NASA die Herstellung solcher Gerichte, die dann von Astronauten im Weltraum hergestellt werden können.

Ein 3D Drucker der Schokolade druckt wurde allerdings schon im Jahr 2012 vorgestellt, so das man vom Replikator aus der Star Trek Serie nicht allzu weit entfernt ist.


M:

- Maker
Als Maker wird eine ganze Subkultur bezeichnet, die technische Probleme und Erfindungen einfach mit der do-it-yourself Technik bewerkstelligen. Der Begriff „Maker“ bekommt im Zuge der 3D Drucker Revolution einen höheren Bekanntheitsgrad. So benennt sich die Amerikanische Firma MakerBot teilweise nach dieser jungen und dynamischen Kultur, die immer mehr an Bedeutung gewinnt.
- MakerBot
MakerBot Industries ist ein Vorreiter im 3D Druckbereich. Die US-Firma wurde im Jahr 2009 gegründet und stellt aktuell mit dem Replikator 2 einen fertigen 3D Drucker für den Heimgebrauch zur Verfügung. Im Herbst 2013 wird die Palette mit durch einen 3D Scanner, dem Digitizer, erweitert.

N:

- Nachbearbeitung
Ein wichtiger Punkt beim 3D Druck ist die Nachbearbeitung der gedruckten Objekte. Zwar sehen die Objekte dank einer hohen Auflösung schon sehr schön aus, aber so richtig perfekt werden sie erst durch die entsprechende Nachbearbeitung.

Hier gibt es verschiedene Methoden. Zum Beispiel kann man, wie im Punkt A: Aceton beschrieben, die Oberfläche mit Aceton behandeln um ihr diesen unvergleichlichen Glanz zu verleihen. Allerdings können dabei auch kleine Details verschwimmen.
Zusätzlich kann man die Objekte noch mit einer Feile bearbeiten, oder auch
mit einem Dremel. Um den Objekten einen Farbanstrich zu verpasssen empfiehlt sich übrigens ein kleines Airbrush-Set, was man aus der Modelbaubranche kennt.

O:

- Online Service
Auch ohne eigenen 3D Drucker kann man seine erstellten, oder runtergeladene Objektdateien von einer Firma ausdrucken lassen.
Immer mehr Firmen bieten einen 3D Online Service an, wo man die gewünschte Datei hochladen und sich meist gleich den Preis berechnen lassen kann.

Zwar sind die Preise für solch einen 3D Druck Service nicht grad gering, aber immerhin preiswerter als sich gleich einen 3D Drucker zu kaufen.

P:

- Präzision
Die Präzision eines 3D Druckes wird üblicherweise in mm, oder in Mikrometer ausgegeben. Preiswertere Modelle drucken zum Beispiel mit 0,5mm oder 0,3mm, die Premiumklasse ab ca. 2000,-Euro schaffen sagenhaften 0,02mm oder auch 20 Mikrometer.

Q:

- Qualität
Die Qualität der Druckobjekte gehen weit auseinander. So liefern die 3D Drucker im unteren Preissegment eigentlich keine wirklich hübschen Ergebnisse.
Eine wirklich gute Qualität, die teilweise sogar im gewerblichen Bereich zufriedenstellend ist, bringen erst 3D Drucker im Preissegment ab ca. 1500,-Euro.

R:

- Rapid Prototyping
Unter dem Rapid Prototyping versteht man die allgemeine Technik, die es erlaubt ein Objekt zu erstellen welches zuvor mittels einer CAD Software erstellt und als kompatible 3D Druckdatei erstellt wurde.
- RepRap
Der RepRap ist ein Open Source Drucker, der sich unter Umständen sogar selbst reproduzieren kann. Es gibt auch eine große RepRap Community die den 3D Drucker und die Controllersoftware ständig weiterentwicket.

S:

- Software
Um eigene 3D Objekte zu erstellen benötigt man eine spezielle Software aus dem CAD Bereich. Am häufigsten wird das freie (ehemals Google) Sketchup verwendet, das schon nach eine relativ kurzen Einarbeitungszeit wirklich gute Ergebnisse bringt.

Wer es etwas aufwendiger haben will, dem kann das ebenfalls kostenfreie Blender empfohlen werden. Aber Vorsicht, diese Software ist ungleich komplizierter gegenüber Sketchup und viele unerfahrene Anwender werden allein schon vom Aufbau der Software erschrocken sein.
Dafür können mit Blender professionelle Ergebnisse erzielt werden.

Weitere Anbieter wären:

  • Autodesk
  • Tinkercad (Browserbasierend)
  • Shapesmith (Browserbasierend)
- STL Format
Das STL Format ist die Schnittstelle zwischen der 3D Software und dem 3D Drucker. Ein erstelltes Objekt muss in dem STL (Standard Tessellation Language) abgespeichert werden, damit es vom 3D Drucker gelesen und verarbeitet werden kann.

T:

- Transparent
Im Bereich der verschiedenen Druckmaterialien gibt es mittlerweile sogar auch schon nahezu transparente Filamente zu beziehen.
- Tetrahydrofuran

Die farblose brennbare Flüssigkeit Tetrahydrofuran ist organisch und gehört zur Stoffklasse der cyclischen Ether Lösungsmittel. Bis zu einer Temperatur von 71,8 °C ist es mit Wasser vollständig mischbar. Laut der Gefahrengutvorschrift ist Tetrahydrofuran in der Klasse 3 unter entzündbare flüssige Stoffe eingeordnet.
Um PLA-Oberflächen zu glätten kann THF bedingt eingesetzt werden, sollte jedoch nur von erfahrenen Benutzern eingesetzt werden, da es hinsichtlich der Gesundheitsgefährdung noch Bedenken gibt. PLA Objekte sollten nicht mit Aceton Dampf nachbehandelt werden, da dieser Stoff resistent gegenüber Lösungsmitten ist.
Mit THF ist dies möglich, trotzdem sollte das PLA nicht direkt mit der Flüssigkeit in Berührung kommen, sondern über den Dampf gehalten werden und mit einem Tuch poliert werden.

U:

- Ultimaker
Die niederländische Firma Ultimaker ist Hersteller für den zur Zeit besten 3D Drucker im Heimanwenderbereich, dem Ultimaker. Mittlerweile ist das Nachfolgemodell, der Ultimaker 2 erschienen. 3D Drucker von Ultimaker werden in Deutschland exklusiv von iGo3D vertrieben.

V:

- Vorlagen
Im Internet gibt es Hundertausende an Vorlagen für 3D Objekte, die es in den einschlägigen Datenbanken angeboten werden. Als größte Datenbank für 3D Objekte stellt zur Zeit Thingiverse dar.
Aber auch die noch junge Youmagine Community bietet immer mehr Modelle an.

W:

- Warpen
Unter dem Warpen versteht man das grob gesagte „Fäden ziehen“ beim Druck von Objekten. Es kommt üblicherweise bei Temperaturproblemen vor. Kleinere Fehler lassen sich meist nach dem Druck noch beheben.

Z:

- Zukunft
Die Zukunft der 3D Drucker sieht mehr als rosig aus. Wir stehen erst noch am Anfang dieser neuen industriellen Revolution und in einigen Jahren wird sich die Technik rasend schnell weiterentwickeln.

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